Warum spielerische Entscheidungen das Lernen vertiefen
03.09.2026
Unser Experte Julian Schäfer, Fachbereichskoordination Mathematik, Informatik, Technik an der Junior Uni Daun, erklärt, warum aktive Beteiligung beim Lernen eine wichtige Rolle spielt und wie eigene Entscheidungen Lernprozesse beeinflussen können.
Aus lernpsychologischer Sicht entsteht nachhaltiges Lernen vor allem dann, wenn Kinder aktiv beteiligt sind. Informationen allein reichen häufig nicht aus. Entscheidend ist, ob ein Kind emotional und kognitiv eingebunden ist.
„Wenn Kinder selbst Entscheidungen treffen, setzen sie sich intensiver mit einer Situation auseinander. Sie übernehmen Verantwortung für ihren eigenen Weg“, sagt unser Experte Julian Schäfer.
Sobald ein Kind selbst wählen muss, entsteht eine andere Form der Auseinandersetzung. Das Gehirn verarbeitet solche Situationen intensiver als reinen passiven Konsum.
Ein einfaches Alltagsbeispiel zeigt diesen Zusammenhang: Kinder erinnern sich häufig besser an Situationen, die sie selbst erlebt oder beeinflusst haben. Der Grund ist nicht unbedingt, dass diese Inhalte objektiv wichtiger waren, sondern dass sie für das Kind eine persönliche Bedeutung bekommen haben.
„Eigene Erfahrungen hinterlassen häufig stärkere Eindrücke, weil Kinder aktiv daran beteiligt sind“, erklärt Schäfer.
Auch interaktive Systeme wie noinoi nutzen diesen Mechanismus. Kinder hören nicht nur eine Geschichte, sondern gestalten den Verlauf aktiv mit. Sie entscheiden, welchen Weg sie gehen, wie sie Probleme lösen oder wem sie vertrauen.
„Durch diese Beteiligung entstehen emotionale Verknüpfungen. Lernen findet dann nicht nur als Aufnahme von Wissen statt, sondern als aktive Erfahrung“, so Julian Schäfer.
Gerade bei Kindern zeigt sich immer wieder: Beteiligung erzeugt Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen.