Die Begleitung eines Erwachsenen: Warum Kinder eine Bezugsperson beim Spielen und Entdecken brauchen
03.07.2026
Unsere Expertin Susanne Retterath, Sozialarbeiterin, Traumapädagogin und Leiterin der Integrativen Kindertagesstätte Daun, erklärt, warum die Begleitung durch eine vertraute Bezugsperson eine wichtige Grundlage für die kindliche Entwicklung bildet.
Kinder kommen nicht als Einzelkämpfer auf die Welt. Von Geburt an sind sie darauf angewiesen, dass Erwachsene sie begleiten, schützen und ihnen Orientierung geben. Durch diese verlässlichen Beziehungen entwickeln sie Vertrauen in ihre Umwelt und gewinnen die Sicherheit, Neues auszuprobieren. Erst wenn Kinder sich emotional geborgen fühlen, können sie ihre Aufmerksamkeit auf das Spielen, Lernen und Entdecken richten.
„Kinder benötigen emotionale Sicherheit, um sich gesund entwickeln zu können. Fühlen sie sich sicher und angenommen, können sie ihre Umwelt neugierig erkunden und neue Erfahrungen sammeln“, erklärt Susanne Retterath.
Diese Sicherheit entsteht vor allem durch gemeinsam verbrachte Zeit. Ob beim Spielen, Basteln oder beim Hören einer Geschichte – die Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson vermittelt dem Kind das Gefühl, nicht allein zu sein. Es erlebt, dass jemand da ist, der sich interessiert, zuhört und unterstützt. Dadurch fällt es Kindern leichter, Fragen zu stellen, eigene Ideen zu entwickeln und sich auf neue Erfahrungen einzulassen.
Gemeinsames Spielen ist deshalb weit mehr als reine Beschäftigung. Kinder lernen dabei nicht nur neue Fähigkeiten, sondern erleben auch Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit. Diese positiven Beziehungserfahrungen bilden eine wichtige Grundlage für ihre soziale, emotionale und kognitive Entwicklung.